T. Fotiadis DesignSuperyacht “August” entsteht in Deutschland

Ralf Marquard

 · 05.04.2026

Die August misst 87 Meter.
Foto: T. Fotiadis Design
T. Fotiadis Design präsentiert mit “August” eine 87 Meter lange Superyacht. Die Werft Astra Nord soll das Konzept in Deutschland umsetzen.

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T. Fotiadis Design aus Berlin stellt mit August eine 87-Meter-Superyacht vor, die bei Astra Nord in Deutschland gebaut werden soll. Die Yacht bietet Platz für 14 Gäste in sieben Kabinen und eine 28-köpfige Crew. Der Rumpf besteht aus Stahl, der Aufbau aus Aluminium. Mit einem geschätzten Bruttoraumgehalt von rund 2.750 GT und vier Decks plus Sonnendeck positioniert sich August im oberen Segment der Superyachten. Die Yacht ist nach dem Sommermonat August benannt, der laut Hersteller das Gefühl von Entschleunigung und Entspannung symbolisiert.

Außendesign und Decksbereiche

Die Außenlinien der August zeichnen sich durch fließende Formen aus, die der Yacht auch im Stillstand eine dynamische Erscheinung verleihen. Zum Heck hin öffnet sich die Architektur durch geschwungene Dachlinien, die nach unten und oben schwingen. Diese Konstruktion lässt Tageslicht tief in die Innenräume eindringen und schafft eine Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich. Die Decks erstrecken sich über mehrere Ebenen und bieten verschiedene Aufenthaltszonen. Der Beach Club am Heck bildet das zentrale Element für den Kontakt zum Wasser. Hier sind Spa, Fitnessbereich, Essbereich und Lounges in einem offenen Konzept zusammengefasst.

Innenraumkonzept

Im Inneren setzt die August auf eine zurückhaltende Farbpalette aus warmen Sandtönen, gedämpften Cremetönen, hellen Hölzern und dezenten Blauakzenten. Die Gestaltung arbeitet mit geschwungenen Linien, die die Bewegung des Meeres aufgreifen. Die Materialauswahl konzentriert sich auf natürliche Texturen. Die Owner's Suite erstreckt sich über die volle Breite des Schiffskörpers. Zehn Gäste finden in fünf Doppelkabinen Unterkunft, weitere vier Gäste in zwei VIP-Kabinen. Die 28 Crewmitglieder verteilen sich auf 16 Kabinen.

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Antrieb und technische Systeme

August verfügt über einen diesel-elektrischen Hybridantrieb mit zwei ABB Azipod-Einheiten. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 16,5 bis 18 Knoten angegeben, die Reisegeschwindigkeit mit 12 bis 14 Knoten. Die Reichweite beträgt 5.000 bis 6.000 Seemeilen. Die Treibstoffkapazität liegt zwischen 140.000 und 170.000 Litern, der Frischwassertank fasst 40.000 bis 60.000 Liter. Laut Hersteller ist der Verbrauch im Vergleich zu konventionellen Yachten reduziert. Die Brücke ist mit einem integrierten System ausgestattet, ergänzt durch Smart Automation und fortschrittliche AV/IT-Technik. Ein System für vorausschauende Wartung soll die Betriebssicherheit erhöhen.

Tender und Wassersportausrüstung

An Bord befinden sich ein Limousinen-Tender mit einer Länge von neun bis elf Metern sowie ein Crew-Tender von sechs bis sieben Metern. Zur weiteren Ausstattung gehören Jetskis, Seabobs und Tauchausrüstung. Die Positionierung der Wassersportgeräte ermöglicht direkten Zugang vom Beach Club aus.

Technische Spezifikationen:

  • Länge über alles: 87,0 m
  • Breite: 14,2 m
  • Tiefgang: 3,8 m
  • Bruttoraumgehalt: ca. 2.750 GT
  • Rumpf: Stahl
  • Aufbau: Aluminium
  • Decks: 4 plus Sonnendeck
  • Motortyp: Diesel-elektrischer Hybrid
  • Antriebseinheiten: 2 × ABB Azipod
  • Geschätzte Leistung: jeweils 3,5–5,0 MW
  • Höchstgeschwindigkeit: 16,5–18 Knoten
  • Reisegeschwindigkeit: 12–14 Knoten
  • Informationen: T. Fotiadis Design

Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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