Viva Electric JetsNeue elektrische Allrounder aus Finnland

Ralf Marquard

 · 05.04.2026

Modell Viva Pro
Foto: Viva Electric

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Der finnische Hersteller Viva Electric Jets stellt mit dem Konzept eMPV eine neue Kategorie elektrischer Wasserfahrzeuge vor. Die Modelle Cruizer, GT und PRO kombinieren die Wendigkeit eines Jetskis mit der Stabilität einer breiten Plattform.

Viva Electric Jets aus Finnland entwickelt elektrische Wasserfahrzeuge unter dem Konzept eMPV – electric MultiPurpose Vessel. Die Bezeichnung beschreibt Wasserfahrzeuge, die breiter konstruiert sind als herkömmliche Jetskis und dadurch mehr Stabilität bieten. Das Unternehmen positioniert die Fahrzeuge als Alternative für verschiedene Einsatzbereiche auf dem Wasser, von Freizeitnutzung bis zu professionellen Anwendungen. Die elektrische Antriebstechnologie liefert nach Herstellerangaben gute Beschleunigung ohne Verzögerung. Der Verzicht auf Verbrennungsmotoren eliminiert Kraftstoffgeruch und das Risiko von Öl- oder Benzinlecks im Wasser. Die Modellpalette umfasst drei Varianten mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Viva nutzt teilweise recycelbare Bio-Verbundmaterialien, die den CO2-Fußabdruck gegenüber erdölbasierten Materialien um 50 Prozent reduzieren sollen.

Drei Modelle für unterschiedliche Einsatzzwecke

Der Viva Cruizer richtet sich an Bootsverleiher und ist für intensive Nutzung ausgelegt. Das Modell sei für harte Beanspruchung konstruiert, heißt es vom Hersteller. Der Viva GT fokussiert auf Freizeitnutzung mit Komfortmerkmalen. Das Modell PRO wurde für professionelle Anwendungen entwickelt und verfügt über ein modulares Konzept. Die Plattform ermöglicht verschiedene Aufbauten für Arbeitseinsätze auf dem Wasser. Alle Modelle teilen die grundlegende eMPV-Architektur mit breiter Bauweise. Die Breite erhöht die Stabilität im Vergleich zu schmalen Jetski-Rümpfen. Seitliche und hintere Plattformen bieten Arbeitsfläche direkt an der Wasseroberfläche.

Stauraum und Antrieb


Im Bug befindet sich ein wasserdichter, großer Stauraum, der Ausrüstung, Werkzeug oder persönliche Gegenstände aufnimmt. Die hintere Plattform dient als Einstieg vom Wasser oder als Arbeitsfläche. Das modulare System des PRO-Modells erlaubt den Austausch von Aufbauten je nach Einsatzzweck.

Die Lithium-Batterien liefern Energie für zwei Stunden Fahrtzeit. Die Schnellladefunktion lädt die Batterie von zehn auf 80 Prozent in weniger als 30 Minuten. Der elektrische Antrieb arbeitet geräuscharm im Vergleich zu Verbrennungsmotoren. Das Laden erfolgt an Standard-Ladestationen ohne spezielle Infrastruktur.

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Umweltaspekte und Vertrieb


Viva setzt Bio-Verbundmaterialien ein, die auf nachwachsenden Rohstoffen statt Erdöl basieren. Der Hersteller gibt die CO2-Reduktion mit 50 Prozent gegenüber konventionellen Materialien an. Die elektrische Antriebstechnik produziert keine direkten Abgase während der Fahrt. Das geräuscharme Fahren verringert Lärmemissionen auf dem Wasser.

Viva Electric Jets vertreibt die Modelle im Direktvertrieb. Verkaufsanfragen beantwortet Max Malmström unter max.malmstrom@vivaelectricjets.com oder +358 400 149 209.


Ralf Marquard

Ralf Marquard

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE

Ralf Marquard entdeckte seine Begeisterung für das Bootfahren auf der beschaulichen Aller, zunächst mit Schlauchbooten, später mit einem Sechs-Meter-Kajütboot. Sein Elektrotechnikstudium an der HAW Hamburg führte ihn vom südlichen Heidekreis (Niedersachsen) in die Hansestadt. Ralf Marquard arbeitet seit 1997 in der BOOTE-Redaktion und wurde dort zum Testredakteur ausgebildet. Er testet sowohl kleine Schlauchboote als auch größere Yachten. Sein persönliches Boot ist ein 4,50 Meter langes, selbstgebautes Holzboot mit einem 50-PS-Außenbordmotor. Im Jahr 2007 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur bei BOOTE ernannt.

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